Die Ursprünge
Die Zerstörung
Die Wiedergeburt
Pramonstratenser im Einklang mit dem Konzil von
Trient
Besichtigung der Gebäude ...
Schließlich wurde sie von Nicolas Pierson fertiggestellt und hinterlässt uns ebenso ein Beispiel des Barockstils mit auffallender Nüchternheit.
Man führte hier ein reiches religiöses und intellektuelles Leben. Als Stanislaus dann 1766 starb, erging ein königlicher Erlass, der Lothringen an Frankreich anband und schaffte den Jesuitenorden ab, was den Verfall der meisten religiösen Gemeinschaften der Stadt zur Folge hatte.
Kurz danach setzte die Revolution allen Klöstern der Stadt ein Ende. Alleine oder zumindest fast, überlebt die Prämonstratenserabtei. Im XIX. Jahrhundert richtete das Bistum von Nancy hier ein kleine Seminar ein. 1906 verließen die Lehrer das Gebäude 1906 aufgrund des Gesetzes zur Trennung von Staat und Kirche.
So wurde die zum Staatseigentum gewordene Abtei der Stadt im Jahre 1912 überlassen und wurde 1994 zum Zivilkrankenhaus.
Seit ihrer Errichtung und bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, hat die Abtei unter die Qualen der Zeit und des Irrsinns der Menschen gelitten.
1771 wurde sie zum Teil durch einen Brand zerstört, der im Abzug des Kamins ausgebrochen war und drei Jahre lang nach den Originalplänen von Nicolas Pierson wieder restauriert.
Sie erlitt die Unannehmlichkeiten der Revolutionen von 1830 und 1848, die die Ordensmitglieder schließlich dazu zwangen, ihre Aktivitäten aufzugeben. Während des Krieges von 1870, wurde sie vom Kriegsminister beschlagnahmt und in ein Krankenhaus umgewandelt. Mehr als 26.000 französische und deutsche Verletzte wurden hier behandelt.
Das im Dezember 1905 verabschiedete Separationsgesetz zwischen Kirche und Staat, erteilte den Garnisonsbataillonen in Pont-à-Mousson Einzug in das Mönchskloster. Die Schäden waren noch schlimmer als bei der Revolution.
Der erste Weltkrieg zwang die Regierung dazu, Pont-à-Mousson als offene Stadt zu erklären. Die Stadt befand sich nunmehr zwischen den französischen und deutschen Geschützen.
Der zweite Weltkrieg tat dann das seine und zerstörte den Rest.
Anfang September 1944 bei der Befreiung der Stadt wurde sie in Grun und Boden gestampft und zurück blieben Ruinen. Es standen nur noch die Fassaden und das Erdgeschoss der Kirche. Die Treppen und die Bibliothek waren verschwunden.
Aber mit dem Bildnis von Phoenix, der den Kamin verziert und dank der Menschen, erscheint sie jedes Mal immer schöner.
Die zu aufwendigen Arbeiten bringen 1945 dann den Gemeinderat zum Entschluss, die letzten Überreste vollständig zu beseitigen.
Glücklicherweise gab es noch Menschen, die sich um ihr Erbgut sorgten und das Gebäude, ein kostbarer Zeuge der Vergangenheit ihrer Stadt in Lothringen nicht verschwinden sehen wollten.
Es wurde schnell ein Verein gegründet: Dieser besteht seither aus der Stadt Pont-à-Mousson, Industriellen - insbesondere der Hochofengesellschaft von Pont-à-Mousson - dem Departement Meurthe-et-Moselle, dem Bund der Gewerkschaftskammern und dem Verband der Stahl- und Eisenindustrie Lothringens.
Nach dem Vorbild der Zisterzienserabtei von Royaumont wurde die Prämonstratenserabtei in ein Kulturzentrum umgewandelt.
Dank aufwendiger Arbeiten konnte der Verein 1964 einen Teil der Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Im XVI. Jahrhundert wurde die gesamte Kirche von einem Ereignis von immenser Bedeutung gezeichnet, die Einfluss auf ihre Liturgie und ihren spirituellen Gedanken hatte : dem Konzil von Trient.
Diese Tendenz hatte auch einen Einfluss auf die Architektur der religiösen Gebäude, sowie auf die Organisation des Lebens der Mönche in ihren Klöstern.
Von 1545 bis 1563 stellte fast die Gesamtheit der Bischöfe aus aller Welt alle Gebote der Kirche in Frage.
Philosophen, Humanisten, Mathematiker, Astronomen... lassen ihrem Intellekt freien Lauf, um alle möglichen neuen Theorien aufzustellen : Die Grundlagen der aktuellen Wissenschaften.
Die Kirche wird auf diese Bewegungen aufmerksam und beunruhigt sich nach und nach.
In der Tat schwächt sich der so unerschütterliche katholische Glaube ab und lässt nach...
Der Protestantismus höhlt seine Grundlagen aus. Man muss die Menschen wieder zu treuen Gläubigen machen, sie katechisieren, die nunmehr den Wunsch haben, sich der Welt zu öffnen.
In diesem Sinne trifft die Kirche eine Reihe von radikalen Maßnahmen: - Die Kirchen sind den treuen Gläubigen geöffnet, die am Ablauf der Messe teilnehmen können.
- Der Lettner, der die Kirchenmitte einschließt, wird zerstört;
- Das Licht muss in die Kirche einströmen können und ein physisches und spirituelles Licht ausstrahlen;
- Die alphabetisierten Getreuen folgen der Messe nach dem Messbuch.
Die Kirche wird ein für jedermann zugänglicher Ort, ein Ort für alle, so wie es in der Bibel geschrieben steht!
Die Architekten entdecken die sehr hohen Kirchenhallen mit drei Schiffen derselben Höhe.
Die Jesuiten und die Prämonstratenser sind ab dem Ende des XVI. Jahrhunderts und vor allem im XVII. Jahrhundert die Verbreiter des Konzils. Man sieht sofort den Einfluss, den dies auf Pont-à-Mousson haben sollte.
Sei es für ihre Reform oder für den Bau ihrer Gebäude, die Prämonstratenser lassen sich sehr stark vom Gedanken des Konzils leiten: diözesane Synode, Unterricht der jungen Leute..., sehr große Klöster, eine Kirche, so groß wie eine Halle...
Es gibt so viele magische Orte in der Abtei, sei es durch die Kühnheit ihrer Form und ihrer Bauweise, die Treppe ist einer davon.
Besuchen Sie die Abtei ...



